das verdauungsfeuer anheizen

tcm-5-elemente.com
Die bereits vorhandene Feuchtigkeit auszuleiten und neue Feuchtigkeit zu verhindern, ist das primäre Ziel der Ernährungstherapie. Andererseits soll für Entspannung gesorgt werden. Das Ausleiten von Feuchtigkeit erfordert Konsequenz über mehrere Wochen: Keine Rohkost, keine Milchprodukte als einzelne Mahlzeiten (z.B. einen halben Liter Buttermilch als Abendessen), keine Säßigkeiten, kein Zucker und keine Brotmahlzeiten (besonders frisch gebackenes, feuchtes Brot lässt im Körper durch den unvollständigen Verdauungsprozess Feuchtigkeit entstehen).

Dafür täglich spezielle Lebensmittel, die Feuchtigkeit besonders gut transformieren (umwandeln) und ausleiten, wie z.B. Reis, Hirse, Polenta, Gerste, gekochte Gemüse wie Zucchini, Karotten, Fenchel, Kürbis, Chinakohl, Melanzani, kleine Mengen Hülsenfrüchte und zahlreiche Gewürze.

Für Entspannung sorgen Blüten- und Kräutertees, erfrischende Zutaten (wie z.B. Stangensellerie, Kohlrabi, Blattsalate) und ausgleichende – entstauende - Tätigkeiten wie Singen, Tanzen, Trommeln oder lange Spaziergänge in der Natur.

Die Auswahl an Lebensmitteln, die die „Mitte“ stärken und die Verdauungskraft ankurbeln, ist riesig groß – so wird sogar das Abnehmen zu einer interessanten Entdeckungsreise!

Drei warme (gekochte) Mahlzeiten pro Tag erweisen sich als sehr wirksam. Die „Mitte“ regeneriert sich besonders gut durch warme, kurz gekochte und gedünstete Speisen in Form von Suppen, Gemüseeintöpfen, Kompotten und gekochten Getreidegerichten. Solche Speisen sind bekömmlich und unterstützen die Verdauungsorgane.

Intensive Feuchtigkeit wird besonders mit Lebensmitteln, die das Erdelement stärken, behandelt.


Dies sind vor allem wärmende und trocknende Nahrungsmittel, die außerdem eine natürliche Süße aufweisen wie Karotten, Fenchel, Mais, Kürbis, alle Kohlsorten und alle Getreidesorten außer Weizen. Weizen ist laut TCM befeuchtend und sollte nur in geringen Mengen verwendet werden. Achtung: viele Brot- und Gebäcksorten und Nudeln sind auf Basis von Weizenmehl hergestellt. Hier ist es wesentlich, Alternativen zu suchen.

Insgesamt gilt: So wenig trockene, kalte Brotmahlzeiten (Käsebrote) wie möglich und dafür viel Gemüse mit Getreide wie Reis, Polenta, Hirse, Buchweizen, ...


Bild: pixelio.de, Ferdinand Lacour